Wie gefährdet sind Frauen auf der Strasse?

Update 3.2.2013: ich habe mich entschlossen den Artikel extrem zu kürzen und umzuschrieben um konzentrierter auf den Aspekt der Strassengefährdung einzugehen.
Vor kurzem wurde ich über das blog kleinerdrei und Twitter ein bisschen in die #Aufschrei-Diskussion über Belästigung von Frauen auf der Strasse hineingezogen. Unter dem Hashtag #aufschrei wurde über Alltägliche Erfahrungen von Frauen mit Belästigung im Alltag geschrieben, von dumm Angestarrt werden über Begrapschen bis hin zur Vergewaltigung.

Eine Sammlung von Belästigungsvorfällen weckt natürlich den Eindruck daß draußen auf der Straße schrecklichste Zustände herrschen.

Als Reaktion auf #Aufschrei meldeten sich dann auch viele Frauen, die ohnehin schon eingeschüchtert waren, und meinten daß sie sich in Zukunft wohl noch weniger auf die Straße trauen würden.

Da eine reine Sammlung von Erlebnissen diesbezüglich wenig Aussagekraft hat, interessiert mich die Frage wie gefährlich es für Frauen wirklich auf Deutschen Straßen ist.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Hierzu stösst man durch googeln schnell auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 (auf der Seite Polizeiliche Kriminalstatistik gibt es auch frühere Jahre).
Ich hoffe es ist überhaupt erlaubt daraus zu zitieren, aber da es aus öffentlichen Geldern finanziert wurde gehe ich mal davon aus. Ausserdem muss ich auf Screenshots zurückgreifen, um die Charts zu extrahieren – wer bessere Qualität will kann ja selber im PDF nachschauen.

In der Statisik finden sich unter anderem die folgenden Graphen:

Opfergefährdung Vergewaltigung 2011
(Opfergefährdung Vergewaltigung bei Frauen 2011)

Opfergefährdung Körperverletzung
(Opfergefährdung gefährliche und schwere Körperverletzung 2011 – der Titel im Chart ist etwas kaputt, das “darunter” bezieht sich auf “darunter auf Straßen,…” nicht auf “schwere Körperverletzung und darunter” – im PDF wird das klarer)

Daraus lässt sich Ablesen: Menschen unter 21 Jahren deutlich stärker gefährdet als ältere Menschen. Grosszügig aufgerundet lese ich daraus daß Frauen bis 21 Jahren 2011 eine Wahrscheinlichkeit < 0,09% hatten Opfer sexueller Gewalt zu werden (90:100000), bei Frauen älter als 21 Jahre lag die Wahrscheinlichkeit 2011 bei < 0,02%. Bei Körperverletzung lag die Chance immerhin schon bei 0,4% für Frauen unter 21 und < 0,15% für Frauen über 21. (Leider ist nicht klar, ob sexuelle Gewalt in dem Chart für Körperverletzung enthalten ist, kombiniert kommt man sonst auf < 0,49% bzw. < 0,17%).

Diese Zahlen klingen für mich tatsächlich schon sehr hoch. Um es mir besser vorstellen zu können: meine Oberschule hatte glaube ich um die 1000 Schüler, also ungefähr 500 Mädchen. Wenn ich mich nicht täusche hiesse daß, die Chance daß eine Schülerin meiner ehemaligen Schule 2011 vergewaltigt wurde liegt bei 50% (Umfeld und Millieu einmal aussen vor gelassen, es geht mir nur zum Grössenverhältnisse).

Andererseits stehem dem Gegenüber die Risken für schwere Körperverletzung für Männer (im Jahr 2011), die Ungleich höher zu sein scheinen. Für Männer unter 21 demnach < 1,4%, für Männer über 21 bei < 0,4%

Der Vergleich zu Opfern von Körperverletzung erfolgt nicht etwa im Sinne von “na und, Männer sind doch auch gefährdet”, sondern nur um ein Gefühl für die tatsächliche Bedrohung zu erhalten. Der Statistik zufolge sollten Frauen also nicht mehr Angst haben müssen als Männer. Das finde ich schon mal interessant, da in feministischen Diskussionen oft angebracht wird daß es ungerecht sei daß Frauen an so vielen Orten Angst haben müssten und ständig auf der Hut sein müssten. Dies fand ich meist ziemlich unsinnig, da ich z.B. auch als Mann alleine in einer Tiefgarage Angst habe und bestimmte Gegenden meide. Einsame Orte sind nunmal gefährlich, das hat nichts mit Unterdrückung von Frauen per se zu tun.

Tatsächlich sagt die Statistik allerdings nicht alles. Beispielsweise könnte es ja sein daß Frauen unter anderem deswegen seltener Opfer von Gewalt werden, weil sie eben mehr aufpassen und beispielsweise seltener Nachts alleine Joggen gehen und Tiefgaragen meiden. Ebenso fehlt ein wenig der Kontext der Taten. Denkbar wäre Beispielsweise daß 90% der männlichen Opfer bei Bandenkriegen verletzt wurden und das Risiko für Männer die keinen Banden angehören deutlich geringer ist (dieses Beispiel ist frei erfunden um zu illustrieren wie verzerrt die Zahlen sein könnten). Das spezielle glaube ich zwar nicht, zumal im PDF auch nach Bundesländern und Städten aufgeschlüsselt wird, und nicht jede Kleinstadt ein Bandenproblem hat (einige Bundesländer sind aber wirklich schlimmer als andere). Insgesamt dürfte es aber sowohl bei Männern wie bei Frauen besondere Risikogruppen geben, die für die Mehrzahl der Fälle verantwortlich sind (z.B. besondere Stadtteile oder Kulturkreise, Alkoholikerfamilien,…?). Bei Vergewaltigungen ist bekannt daß die Täter meist aus dem Familien- oder Bekanntenkreis des Opfers stammen, die Gefahr auf der Straße ist also nochmal weitaus geringer. Dies würde aber nur bedeuten daß das Risiko für “Normalos” noch niedriger ist, die Zahlen aus dem Chart wären eine Art Obergrenze.

Für Körperverletzung ist “auf der Straße” auch als eigener Balken im Chart aufgeführt und scheint weniger als die Hälfte des Gesamtrisikos auszumachen.

Andererseits gibt es natürlich auch die Dunkelziffern, also nicht gemeldeten Fälle, die ja wiederum auch bei Vergewaltigungen besonders hoch sein sollen.

Die Aufklärungsrate von Vergewaltigungs- und sexueler Nötigungs-Fällen in Deutschland beträgt laut der Kriminalstatistik übrigens 80%, was mir sehr hoch erscheint. Es stimmt also nicht daß eine gemeldete Vergewaltigung kaum Chancen auf Aufklärung hat – zumindest nicht für die, die gemeldet wurden. Möglicherweise sind die nichtgemeldeten Fälle von vorneherein anders gelagert.

Zur Dunkelziffer

Allein angesichts der Kriminialstatistik würde ich sagen Frauen können sich auf die Straße trauen, da Männer sich auch auf die Straße trauen können (natürlich ist trotzdem jede Vergewaltigung eine zu viel!). Aber was nützt die Statistik, wenn wie oft behauptet die meisten Fälle nicht angezeigt werden und daher in der Statistik gar nicht auftauchen?

Das ist natürlich wirklich ein Problem und sehr praktisch für Gruppierungen die gerne Schreckenszahlen verbreiten, die somit eigentlich beliebige Zahlen behaupten können.

Der Einfachkeit halber berufe ich mich nun auf die Studie Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es handelt sich um eine repäsentative Umfrage unter Frauen, die mithilfe von Interviewerinnen Fragebögen ausfüllten, so daß auch Vergewaltigungsopfer erfasst werden die nicht zur Polizei gingen.

Allerdings habe ich nicht die Zeit diese Studie systematisch zu hinterfragen, ich würde aber Vermuten daß Sie wenn dann auch eher ins Schlimmere verzerrt ist, also die Zahlen wenn dann eher Schlimmer als die Realität sind. Ich finde sie aber sehr interessant und hoffe mich in Zukunft noch näher damit befassen zu können. Im Sinne der Kürze des Artikels seien also nur zwei relevante Aspekte aus der Studie aufgegriffen: Demnach geschehen nur 20% der Gewalttaten gegen Frauen durch ihnen unbekannte Täter, der Rest wird durch Täter aus dem bekannten Umfeld der Frauen verursacht. Zu 26% geschahen die Taten an öffentlichen Orten.

Desweiteren gingen nur 8% der Opfer sexueller Gewalt zur Polizei (bei körperlichen Übergriffen 13%). Je nach schwere der Tat waren es auch mehr, aber wir wollen vom extremsten Fall ausgehen um eine Untergrenze für die Dunkelziffer zu erhalten.

Leider geht aus der Studie (zumindest deren Kurzfassung, die Langfassung hat mehr als 1000 Seiten) nicht hervor wie hier die Unterschiede zwischen “Vergewaltigung durch Unbekannte” und “Vergewaltigung in Paarebeziehungen” aussieht, das heisst ob Opfer möglicherweise eher zur Polizei gingen wenn sie durch ihnen Unbekannte vergewaltigt wurden. Es steht im Report daß viele Frauen es zunächst für ein Beziehungsproblem hielten und deshalb die Polizei nicht einschalteten, was dafür sprechen würde (da die Opfer in Paarbeziehungen den grössten Anteil ausmachen). Wie auch immer, gehen wir also von den 8% aus, also einer Dunkelziffer von 92%.

Wenn ich mich nicht irre würde dies bedeuten daß angewendet auf die Kriminalstatistik das Echte Risiko für eine Vergewaltigung für Frauen bis 21 Jahren bei < 1,13% läge (0,09% : 8%), für Frauen älter als 21 bei < 0,25%. Davon betreffen aber nur 26% öffentliche Orte, so daß die Zahlen letzlich lauten

Gefahr für Frauen auf öffentlichen Plätzen vergewaltigt zu werden

Frauen bis 21 Jahre: < 0,29% (ca. 3 von 1000)
Frauen ab 21 Jahre: < 0,07% (ca. 7 von 10000)

Natürlich auf jeden Fall viel zu viele. Die Zahlen liegen aber immer noch unterhalb der Bedrohung von Männern. Somit bleibt zumindest der Punkt bestehen daß Frauen auf der Straße anscheinend nicht mehr Angst haben müssen als Männer.

Verzerrte Daten

Mir fehlt leider die Zeit mich durch viele Studien zu wühlen, ich möchte aber auf einige Beispiele hinweisen, bei denen mir in letzter Zeit übertriebene Zahlen aufgefallen sind.

Mit der letzte Fall einer furchtbaren Statistik war eine “Rape Infographic” die deutlich machen sollte wie wenige der Täter tatsächlich verurteilt werden. Ich habe gleich den Artikel verlinkt, der die Infografik korrigiert, die sich im übrigen auf die Zustände in den USA konzentriert. Demnach (mit Zugriff auf weitere Zahlen die noch zu verifizieren wären) suggeriert die Grafik das 20% aller Männer Vergewaltiger sind, richtig(er) ist jedoch anscheinend daß 6% aller Männer Vergewaltiger sind (immer noch sehr erschreckend sollte es stimmen, für mich kaum vorstellbar – das hieße im Schnitt hätte jeder einen Vergewaltiger in seiner Facebook-Freundesliste?). Zu dem Unterschied kommt es, weil die Grafik unterschiedliche Vergewaltiger für jede Tat annimmt, in Wirklichkeit jedoch wenige Vergewaltiger viele Taten auf dem Gewissen haben (Durchschnittlich 6 pro Vergewaltiger). Als realistische Größe für die Zahl ungemeldeter Vergewaltigungen wird dort 54% angegeben. Die Quelle für die Zahl 54%, eine weitere Vergewaltigungs-Infografik des Rape, Abuse ∧ Incest National Network, übernimmt aber denselben Fehler wie die erste Rape-Infografik. Durch die Annahme daß jede Vergewaltigung einen anderen Täter hat wird die Zahl der Verurteilungen unterschätzt, mit den Zahlen des Slate-Artikels würden 18% aller Vergewaltiger im Gefängnis enden, nicht nur 3% (und 30% würden verurteilt, nicht nur 5%).

Ein weiterer Fall, der mit letztens untergekommen ist, wobei er schon etwas älter ist: in den USA kursierte anscheinend lange (womöglich noch immer) die Behauptung, daß 25% aller Studentinnen an den Universitäten im Laufe des Studiums Vergewaltigungsopfer werden. Ich habe den Artikel den ich zuerst gelesen hatte eben nicht mehr gefunden, per Googeln aber etwa den Artikel Deflating the Date Rape Scare, der das Phänomen erklärt. Interessant daran finde ich daß die ursprüngliche Schätzung von 25% auf eine Umfrage zurückzuführen ist, bei der die Vergewaltigungsopfer von den Durchführenden der Studie als solche deklariert wurden, meistens ohne daß die Befragten selbst sich so bezeichnet hätten (beispielsweise weil sie unter Alkoholeinfluss Sex hatten den sie später bereuten). Dem verlinkten Artikel zufolge ist/war die reale Gefahr um ein Vielfaches niedrgier.

Diese ideologisch gefärbte Befragung läßt mich auch etwas Misstrauisch gegenüber anderen Studien werden. Auch die oben verwendete Studie würde ich mir gerne nochmal genauer anschauen, da die Methodikt ähnlich scheint (Interviewerin hilft beim Ausfüllen des Fragebogens oder füllt Fragebogen aufgrund von Gespräch aus). Auch wenn manche Daten möglicherweise verzerrt sind scheint klar daß es ein sehr häufiges Problem ist, und ich würde sehr gerne die Hintergründe verstehen. Wenn wirklich jede 5. Frau in ihrem Leben vergewaltigt wurde ist daß doch eine enorme Epidemie und es würde sich sehr auszahlen in Gegenmassnahmen zu investieren. Ich frage mich z.B. warum es nicht ein Routine-Screening gibt, da die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs doch sehr gross sein müsste.

Durch die Beschäftigung damit habe ich auch ehrlich gesagt das Interesse am #Aufschrei ziemlich verloren, da sexueller Missbrauch einfach das wichtigere Thema zu sein scheint.

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Wertlose Garantie für Babykleidung von Liegelind

Es ist eine kleine Sache und schon eine Weile her: im Mai 2011 kauften wir über das Versandhaus Walz eine Babyjacke von Liegelind für 24,95€. Liegelind wirbt unter anderem mit einer Garantie für die Kleidungsstücke. Kurz nach dem Kauf brach ein Reissverschluss an der Jacke ab – an sich kein grosses Ding, aber bei einem Kleidungsstück für Babies welche solche Kleinteile auch verschlucken könnten fanden wir das doch nicht in Ordnung.

Bei Walz teilte man uns mit daß wir uns an Liegelind wenden müssten. Mit einem Neugeborenen hat man wenig Zeit, daher dauerte es ein wenig bis wir an die NKD Vertriebs GmbH schrieben, die wohl inzwischen Liegelind vertritt. Ein neues Anschreiben musste geschrieben werden, Rechnungen und Antwort von Walz kopiert werden.

Enttäuschenderweise kam von NKD die Antwort, es sei der Verkäufer, also Walz, für die Gewährleistung zuständig.

An dieser Stelle verfolgte ich den Fall aus Zeitmangel nicht weiter. Ab und zu stolpere ich jedoch über die Unterlagen und ärgere mich erneut, daher nun der Blogartikel. Vermutlich wird dies niemanden vom Kauf von Liegelind-Bekleidung abhalten. Von mir erhält NKD aber eine Garantie: wir werden nie wieder etwas von Liegelind kaufen.

Meiner Meinung nach hätte NKD entweder für die Garantie einstehen müssen, oder seinerseits den Verkäufer in die Pflicht nehmen, der sich nicht an die Versprechen des Produktes hält. Daß dem Kunden ein Aufwand entsteht, der irgendwann den Wert des Kaufes übersteigt, widerspricht dem Sinn einer Garantie.

Trauriger finde ich aber, daß es wieder mal eine Anekdote aus der Servicewüste Deutschland ist. Letzlich kaufe ich inzwischen alles was geht bevorzugt bei Amazon, einer US-Firma, da man dort die Gewissheit hat daß Reklamationen jederzeit ohne Diskussionen akzeptiert werden. Amazon zahlt lieber drauf (bei unberechtigten Reklamationen) als die Kunden zu verärgern. Vermutlich ist der Verlust bei Liegelind, uns als Kunden zu verlieren grösser als die Erstattung der Jacke…

Zudem merken sich Menschen eine ungerechte Behandlung viel stärker als eine normale Behandlung. Umgekehrt hätte Liegelind uns durch eine grosszügige Geste wahrscheinlich zu Fans und sogar Evangelisten machen können.

(Ich nehme an auch Amazon wehrt sich irgendwann gegen Missbrauch, also wenn jemand ständig nur reklamiert. Aber normale Kunden sind leicht zu erkennen).

So, nun werde ich die Rechnung von Liegelind endlich abheften und den Ordner in den Keller tragen.

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Virenscan von Boot-CD – warum jeder die aktuelle c’t kaufen sollte

“Ich glaub ich hab einen Virus auf dem Computer” – wer hat den Satz nicht schon mal gehört (als der PC-Spezialist im Bekanntenkreis) oder gedacht (als nicht-PC-Spezialist im Bekanntenkreis).

Schon seit einigen Jahren gibt es darauf nur eine sinnvolle Antwort: Knoppicillin. Dies ist eine vom Computer-Magazin c’t herausgegebene Boot-CD, die 3 bekannte Virenscanner enthält. Boot-CD bedeutet, dass die Virenscanner sich starten lassen, ohne das auf dem Computer installierte Betriebssystem (z.B. Windows) starten zu müssen. Das ist wichtig, denn sollte das System tatsächlich mit einem Virus infiziert sein, würde dieser auch gestartet, sobald das installierte Betriebssystem (z.B. Windows) gestartet wird. Dadurch könnte der Virus etwaige Virenscanner austricksen und sein Vorhandensein verbergen.

Von einer Boot-CD zu starten ist also die einzige sichere Möglichkeit, einen Virenbefall zu erkennen und zu beseitigen. Knoppicillin ist die einzige mir bekannte Virenscanner-Boot-CD, die einfach und kostengüstig für Privatanwender zu haben ist. Eine andere Alternative wäre es, die betroffene Festplatte auszubauen und in einem Nichtinfizierten PC zu scannen – ein ungleich höherer Aufwand.

Bislang erschien jedes Jahr eine neue Version, welche jeweils Lizenzen für die beiliegenden Virenscanner für ein Jahr enthielt.

Diese Woche erschien nun die Version für 2010. Da die CD nicht mehr auf Knoppix basiert (einer Linux-Distribution), wurde sie in “Desinfec’t” umbenannt. Für den Endanwender macht dies jedoch keinen Unterschied. Die CD liegt der aktuellen c’t bei und ist für 3,70€ an so gut wie jedem Kiosk zu haben. In Zukunft wird sie sicher auch unter c’t-Heftbestellung zu haben sein (Ausgabe 2/2010).

Ich behaupte, dass jeder diese CD zuhause haben sollte, es ist die minimale Grundausstattung für die Computer-Apotheke, so wie Pflaster und Aspirin für die normale Apotheke.

Damit der Scan auch Reibungslos funktioniert, muss Desinfec’t allerdings eine Verbindung zum Internet haben. Dies kann unter Umständen etwas schwierig werden, da WLAN-Karten nicht unbedingt erkannt werden. Am einfachsten ist es, wenn man eine kabelgebundene LAN-Verbindung ins Internet hat. Dies ist im allgemeinen der Fall, wenn die Verbindung ins Internet über einen WLAN-Router organisiert ist.

Falls der Computer direkt über Modem angebunden ist, würde ich empfehlen, stattdessen auf einen Router umzusteigen. Ein solcher hat mehrere Vorteile: zum einen spart man sich die Konfiguration des Modems auf dem Rechner, etwaige Software des Internet-Providers kann einfach vom Rechner entfernt werden. Diese Software ist meistens Müll, auf jeden Fall überflüssig wie ein Kropf (auch wenn die Internet-Provider dies nicht freiwillig zugeben). Der wichtigste Vorteil ist aber, dass der Router automatisch auch als Firewall fungiert. Das bedeutet, dass aus dem Internet nur solche Daten den eigenen Rechner erreichen können, die dieser vorher auch angefragt hat. Eine ganze Reihe von Sicherheitslücken sind damit ausgeschaltet, und zwar verlässlicher, als es mit einer sogenannten “personal firewall” möglich ist.

Um über einen Router ins Internet zu gelangen, schliesst man diesen üblicherweise erstmal per Kabel an den Computer an. Sodann kann man über den Browser (z.B. Firefox) auf eine vom Hersteller angegebene Webseite zugreifen, mit der der Router konfiguriert wird. Hier müssen meistens lediglich die Zugangsdaten des Internetproviders eingetragen werden, sowie Name des WLAN-Netzes und Passwort konfiguriert werden. Das ist wirklich sehr einach. Als Verschlüsselung nach Möglichkeit WPA2 mit Preshared Key einstellen.

Danach kann das Kabel entfernt werden, sofern der Computer auch ein WLAN-Interface besitzt. Ist alle Software des Internet-Providers deinstalliert worden (Internet-Provider ist etwa “T-Online” oder “Alice”), sollte der Computer von selbst versuchen, ein lokales WLAN zu finden, in das er sich einklinken kann. Dort einfach den Namen auswählen, den man selbst vergeben hat, ebenso mit dem Passwort, fertig. Für den Desinfec’t-Scan ist es am einfachsten, kurzzeitig mal wieder das Kabel anzustecken, ansonsten kann man auch versuchen, den WLAN-Treiber zum laufen zu bringen. Auch Modems kann man wohl mit Desinfec’t ansteuern – aber wie gesagt, ein Router lohnt sich so oder so, warum sich also herumärgern?

Allerdings muss man noch unterscheiden, auf welche Art der Internet-Provider den Zugang zur Verfügung stellt. Am einfachsten ist es, wenn der Zugang über ein normales DSL-Modem erfolgt (gegebenenfalls beim Support erfragen). Dann kann man sich einen Router mit integriertem DSL-Modem anschaffen – in Deutschland sind die Fritz!Boxen von AVM sehr beliebt, ansonsten am besten im Fachgeschäft beraten lassen (es gibt auch billigere Lösungen). Das vom Provider gelieferte Modem braucht man dann gar nicht, man kann es in den Keller packen (aufheben für Störungsfälle!).

Beispielsweise bei Anschluss über das Fernsehkabel (z.B. Kabel Deutschland) geht dies aber nicht, und man muss das Modem des Betreibers anschliessen. Dann muss man einen Router nehmen, der das Modem ansteuern kann. Am besten im Fachhandel nachfragen. Ähnlich sieht es aus, wenn der Telefonanschluss ein Voice-Over-IP-Anschluss ist, d.h. Internetstecker und Telefonstecker sind beide im Modem integriert. Allerdings habe ich gehört, dass einige Fritz!Boxen dies trotzdem können, kann es aber nicht selbst bestätigen. Aber auch in diesen Fällen gibt es preiswerte Router.

An dieser Stelle eine allgemeine Empfehlung: bei jedem Hardwarekauf, sei es Scanner, externe Festplatte, Digitalkamera, Router oder ähnliches, sollte man es so weit wie möglich vermeiden, die mitgelieferte Software zu installieren. Meistens bringen moderne Betriebssysteme bereits die nötige Software mit, ohne etwaige SpyWare, ToolBars und ähnliches, die das System verseuchen. Für die Hardwarehersteller ist die Mitgelieferte Software oft eine Gelegenheit, durch integrierte Werbung oder Spyware etwas dazuzuverdienen, oder zum Kauf von Premiumversionen zu verführen. Meistens nerven diese Programme auch durch Popups beim Start des Computers, und sie verbrauchen unnötig Rechenzeit und Speicherplatz. In der Regel sind die Hardware-Hersteller eben auch spezialisiert auf Hardwareentwicklung und nicht unbedingt die besten Software-Entwickler.

Bei einer Freundin, deren Internet-Verbindung gestört war, musste ich 3 unterschiedliche Zugangsprogramme entfernen, die sich unterschiedlich ins Gehege kamen. Mit dem Windows-Eigenen Zugangstool ging es dann wieder problemlos, nachdem die Störenfriede entfernt waren. Auf anderen Computern habe ich 5 verschiedene Fotoverwaltungsprogramme gesehen (angesammelt über die Jahre), die sich alle auf die Digitalkamera stürzen wollen. Solche Probleme vorzufinden ist typisch – die Devise lautet bei Computern: weniger ist mehr! Je weniger Kram auf dem Computer installiert ist, desto besser.

Natürlich ist manchmal ein spezieller Treiber oder spezielle Standardsoftware notwendig (Beispielsweise bei Navigationsgeräten), aber wie gesagt, bei Standardprodukten bringen modernere Betriebssysteme meist sauberere Alternativen mit. Also vorher kurz mal Googeln, ob die Software wirklich erforderlich ist. Oft ist es auch aktzeptabel die Treiber für ein Gerät zu installieren, nicht aber die “Kontrollsoftware”.

Ach ja, eine Ergänzung noch zum Schluss: nix genaues weiss man nicht, aber ab und zu ist auch von Ansätzen zu hören, mit denen Viren sogar einen Reboot des Computers überstehen können. D.h. sie können sich im Speicher des Computers (oder der Grafikkarte) festsetzen, obwohl der Computer ausgeschaltet wurde. Sollte ein Virus so ein Verfahren erfolgreich anwenden, so wäre leider auch Desinfec’t überfordert. Ich gehe davon aus, dass diese Technik noch nicht weit verbreitet ist, bzw. hoffentlich durch BIOS-Upgrades behoben werden kann und nicht allgemein auf allen PCs funktioniert. Bitte gerne kommentieren, falls jemand mehr weiss.

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Wie man eine eigene Webadresse bekommt

Kürzlich wurde ich mal wieder gefragt, wie man eigentlich an eine eigene Webadresse und/oder Webseite kommt. Daher wollte ich das mal kurz erläutern: im Grunde ist es sehr einfach, man kontaktiert jemanden, der Webadressen vermietet, sucht eine freie Adresse und mietet diese dann von dem Anbieter. Die eigene Webadresse wird auch “eigene Domain” genannt – einfach gesagt, alles was nach dem http:// und vor Zeichen wie ? oder / kommt ist die Domain. Beispiel: in http://blog.blinker.net/2009/06/05/creating-twitter-this-links/ ist blog.blinker.net die Domain. Der Punkt (“.”) bewirkt dabei eine Hierarchie von Domains, also ist blog.blinker.net eine Subdomain von blinker.net und blinker.net eine subdomain von net. Die letzte Subdomain (in diesem fall .net) wird auch Top-Level-Domain (TLD) genannt. Man sollte darauf achten, eine Domain direkt unterhalb einer TLD zu erwerben (d.h. der Name sollte keinen Punkt enthalten und mit einer bekannten TLD wie .de oder .com enden).

In Deutschland sind die grössten Anbieter für eigene Webseiten vermutlich 1und1 und Strato, zumindest waren sie das noch vor einiger Zeit. Allerdings sind diese auch relativ teuer, und auf den ersten Blick wirken sie relativ unübersichtlich für mich. Freunde von mir haben gute Erfahrungen mit all-incl.com gemacht, über andere Anbieter kann ich nichts sagen. Es gibt Vergleichsseiten hierzu. Ich selbst registriere Domains meistens über schlundtech.com das geht aber nur, weil ich einen eigenen Server habe. Soweit ich weiss gehört Schlundtech auch zu 1und1, die Preise für die Domains sind aber geringer da Schlundtech kein Hosting macht.

All diese Anbieter stellen zusammen mit der Webadresse auch EMail-Postfächer zur Verfügung, mit einer Anleitung wie diese zu nutzen sind. Will man weiter seinen GMX- oder sonstwas Account nutzen, kann man in der Regel auch seinen Web-Email-Anbieter entsprechend konfigurieren. Wie ich gerade sehe, kann man sogar bei GMX direkt Domain-Namen kaufen – möglicherweise der einfachste Weg für Einsteiger, die ihr Email-Konto ohnehin schon bei GMX haben. Die meisten anderen Email-Anbieter dürften ähnliche Angebote haben.

Eine Möglicherweise interessante Alternative könnte wordpress sein. Dort kann man auch Webadressen registrieren, und erhält dazu ein WordPress Blog. Dies dürfte in der Regel wesentlich sinnvoller sein als die üblichen Webbaukästen für kleine Webseiten, die man bei anderen Anbietern erhält.

Bleibt der Frage nach dem Namen. Zunächst ist anzumerken dass nicht jeder Anbieter alle TLDs (.com, .eu, .de, .it,…) anbietet. Selbst wenn man eine ungewöhnliche TLD will, empfehle ich aber dringend, dazu auch die passende .de und .com-Adresse zu registrieren. Zum einen sind Anwender teilweise etwas stur und verwenden einfach .de oder .com, egal wie die Adresse lautet (also man sagt ihnen “blubbern.tv” und sie tippen trotzdem “blubbern.de”). Zum anderen nutzen viele Anwender den Browser so, dass sie anstelle der vollständigen URL (Webadresse) nur den Eigennamen in die Adressezeile des Browsers eingeben (also sie tippen “blubbern” anstelle von “blubbern.tv”). Viele Browser ergänzen den Namen dann automatisch mit .com, also sollte man die .com-Adresse auch halten. Man kann die Adressen dann alle so Umleiten, dass sie auf eine Hauptadresse verweisen, bzw. die Email-Adressen entsprechend Umleiten (siehe dazu jeweils die Anleitung des Anbieters).

Fällt einem partout kein freier Name mehr ein, kann vielleicht ein Dienst wie pickydomains.com abhilfe schaffen. Für 50$ kann man sich dort Vorschläge machen lassen, es funktioniert ziemlich gut (allerdings habe ich es noch nicht für rein deutsche Namen probiert). Die 50$ werden nur fällig, wenn ein zufriedenstellender Name gefunden wird.

Eine weitere Ergänzung zu den Namen: besteht der Name aus mehreren Wörtern, sollte man die Leerzeichen entweder weglassen (meinlangername.com) oder durch Bindestriche ersetzen (mein-langer-name.com). Zwangsläufig werden die Anwender beide Variationen verwenden (evtl. auch mein_langer_name.com), so dass man möglicherweise beide Variationen registrieren sollte. Gross- und Kleinschreibung spielt hingegen keine Rolle.

Vermeiden sollte man Umlaute (äöü) und sonstige Sonderzeichen (auch ß). Namen mit Zeichen die nicht aus dem ASCII-Zeichensatz stammen funktionieren eventuell nicht überall zuverlässig – jedenfalls sollte man sich darüber genau informieren, ehe man solche Namen registriert (ich kenne mich da ehrlich gesagt nicht so aus). Auf jeden Fall hätten ausländische Nutzer Probleme mit solchen Namen, da sie die entsprechenden Zeichen nicht auf der Tastatur haben.

Ich hoffe dieser Artikel hilft ein bisschen weiter. Ich sehe schon, dass ich nicht alle Details erschöpfend erklären kann. Das wichtigste ist einfach zu einem der Anbieter zu gehen (z.B. all-inkl), von dort aus sollten dann auch die Hilfeseiten des Anbieters oder dessen Support weiterhelfen können.

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Social Friends – sozial engagierte Freunde auf Twitter finden

Update 9.1.2012: das Social Friends-Projekt wurde von mir seit Jahren nicht aktualisiert, vermutlich funktioniert es gar nicht mehr. Ich werde es daher bei nächster Gelegenheit abschalten.

Durch Feed A Need wurde ich vor einiger Zeit als Freiwilliger eingeteilt, um dem sozialen Projekt Social Actions zu helfen. Dabei handelt es sich um eine Suchmaschine, die auf das Suchen nach sozialen Projekten spezialisiert ist.

Für deren Change The Web Challenge habe ich seitdem das Mashup Social Friends programmiert. Die Idee ist, zu sozialen Aktionen auf Twitter nach Leuten suchen, die diese Aktionen referenzieren. So können Gleichgesinnte schnell zueinander finden.

Für das Design hatte ich bis zum Ende des Wettbewerbs leider keine Zeit mehr, aber die Applikation funktioniert, und ich finde die Idee hat Potenzial.

Nun brauche ich euere Hilfe: für den Wettbewerb gibt es eine Publikumsabstimmung, die 20 Besten Beiträge aus dieser Abstimmung werden dann von einer Jury beurteilt, um die Gewinner zu ermitteln.

Es wäre also sehr nett, wenn ihr für meinen Beitrag zum Wettbewerb abstimmen könntet. Dazu müsst ihr euch bei NetSquared registrieren, danach könnt ihr in der Change The Web Gallery drei bis fünf Prjojekte auswählen und für diese Stimmen (“add this project to Ballot” oben anklicken, dann in der Seitenleiste das Ballot “casten”).

Mein Projekt auf netsquared ist hier: Social Friends

Da mindestens 3 Projekte gewählt werden müssen, empfehle ich ansonsten noch Interactive Actions Map und Social Actives, soll aber keinen davon abhalten, sich auch die anderen Projekte anzuschauen.

Vielen Dank schon einmal, jede Stimme zählt!

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Socialbar und mehr zu Twitter

Durch Zufall (also eigentlich durch Twitter) habe ich , dass heute eine Socialbar stattfinden würde. Der Gedanke hinter dem Treffen ist wohl, Leute, die sich mit dem Internet auskennen, mit sozial engagierten Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam auf ein effektiveres soziales Engagement hinzuwirken.

Da ich auch manchmal über “soziale” Projekte nachdenke, und mich mit dem Internet ein bisschen auskenne, bin ich spontan hingefahren. Leider hat sich nicht sofort ein neues Projekt daraus ergeben, aber es war trotzdem wieder mal sehr inspirierend mit interessanten Teilnehmern. Ein dominierendes Thema des Abends war Twitter, jedenfalls für mich. Die zum Kennenlernen gedachte Zeit vor den Vorträgen verbrachte ich nämlich erstmal damit, zwei beim Bündnis für mehr Demokratie engagierten Frauen die Vorzüge von Twitter zu erläutern. Ich bin mal gespannt, ob Sie in Zukunft Twittern werden – letzlich waren sich die meisten Twitter-Erfahrenen Teilnehmer einig, dass man Twitter ausprobieren muss, um zu verstehen, was es eigentlich soll. Sehr nett war auch Silvia, die zufällig neben mir sass, und von der sich herausstellte, dass sie nur zufällig in die Veranstaltung geraten war, noch gar keinen Computer besitzt, das alles aber sehr spannend fand. Auch bei ihr würde ich mich freuen, ihr demnächst auf Twitter “followen” zu können.

Witzigerweise scheint Twitter derzeit durch Barack Obama einen Bekanntheitsboost zu erhalten, da die Kampagne von Obama für ihre Internetlastigkeit bekannt ist. Witzig, dass es auch umgekehrt funktioniert: Twitter hilft Obama’s Kampagne, aber die Kampagne hilft auch Twitter.

Die Vorträge waren auf 10 Minuten angelegt, im ersten Vortrag äusserte sich Ricardo Cristof Remmert-Fontes von der AK Vorratsdatenspeicherung sehr skeptisch über die Reichweite Internet in Bezug auf politische Aktionen. Zuletzt wurde eine Demo gegen die Vorratsdatenspeicherung organisiert, und seiner Meinung nach hätten klassische Methoden wie Plakate und Aufkleber weitaus mehr Menschen mobilisiert als die Internet-Aufrufe. Als eine Internet-Aktion gab es etwa das Page Peel gegen Vorratsdatenspeicherung, das Sympathisanten auf ihrer Seite einbinden können. Fand ich sogar gelungen, würde es auch gerne einbinden. Leider ist das bei meiner WordPress-Version etwas umständlich, daher geht es nicht so spontan.

Ich denke, für eine Demo hat er vielleicht Recht, selbst Obama hatte heute nur knapp über 100000 Follower auf Twitter. Aber es gibt ja noch andere Aspekte, z.B. wenn man Spenden sammeln will, schnell Kommentare auf bösartige Zeitungsartikel haben will, Meinungsmacher erreichen will und ähnliches. Hierbei könnten Internetkanäle sehr effektiv sein, denke ich. Für mich inzwischen ohnehin die einzig relevanten, da mich Fernsehen und Papierzeitungen kaum noch tangieren. Ricardo erwähnte ein Werbevideo für die Demo, welches auf YouTube nur ein paar Tausend “views” hatte. Wäre es in der Tagesschau gelaufen, hätte es mehr Leute mobilisiert. Aber wie kommt so ein Video in die Tagesschau – ich denke, wenn es auf YouTube einigermassen erfolgreich ist, sind auch die Chancen besser, dass es ins Fernsehen kommt.

Als nächstes hielt Joep van Delft einen Vortrag über kreativen Aktivismus und Web 2.0-Presentation. Er war vor allem mit inspirierenden Beispielen geschmückt, etwa von Leuten, die einfach selbst einen Fahrradweg auf ihre Strasse gemalt haben, oder vom neuen Trend des Ad Busting, bei dem bekannte Werbecampagnen leicht verfremdet werden, um ihnen eine völlig neue Aussage zu verleihen. Insgesamt hat das einfach Lust gemacht, sich selbst mal etwas auszudenken, wobei es schon grenzwertig ist, ob man etwas konstruktives dabei zustande bringt, oder einfach nur den Leuten auf die Nerven geht.

Joep gibt auch ein sehr interessantes Magazin heraus, Masta, magazine for creative activism.

Zuletzt hielt Jan-Michael Ihl einen Vortrag über Twitter, er pflegt derzeit auch die Twitter accounts von greenpeace_de und der taz. Die Thesen seines Vortrages hatte er auch schon ge-twittert, wobei sich allerdings auch zeigte, dass Twitter zwar zu vielem taugt, aber nicht unbedingt so gut zum Power Point-Ersatz. Seine Thesen untermauerte er durch Berichte aus seinen Erfahrungen bei taz und Greenpeace. Da ich letztens überlegt habe, wieder mit dem Go-Spielen anzufangen, beeindruckte mich vor allem seine Aussage, dass so wie andere z.B. Schach spielen oder andere Hobbys haben, sein Hobby das Engagement bei Greenpeace sei. Hm… Keine schlechte Wahl im Vergleich etwa zu Go, gab mir zu denken. Sicher mit mehr sozialer Interaktion und vielseitigeren Erfahrungen verbunden.

Aus der folgenden Diskussion blieben mir natürlich wieder mal vor allem meine eigenen Gedanken hängen. Mir fiel auf, dass Twitter es einer Organisation ermöglicht, soziale Netzwerke anzuzapfen, was bisher nur schwer möglich war. Das soll heissen: ich sehe vielleicht, dass ein Freund von mir sich für Greenpeace interessiert, zum Beispiel indem ich zufällig auf Twitter seine Kommunikation mit Greenpeace beobachte. Dadurch wird Greenpeace für mich eine andere Relevanz erhalten, als wenn ich darüber nur in der Zeitung lese. Ich denke was unsere Freunde tun beeinflusst uns mit am meisten in unserer Lebenseinstellung.

Interessant war der Kommentar eines anderen Besuchers, der meinte, Zeitungsartikel würden ihm viel mehr Inspirationen liefern als Informationen aus dem Internet. Für mich nur schwer nachzuvollziehen, denn im Internet kann ich sofort weiterführende Informationen suchen, meine Erkenntnisse anderen mitteilen usw. Weiter sprach der Besucher das Treffen von Menschen im “realen Leben” an, was die menschliche Intuition erfordere, und völlig überraschende Anregungen geben kann. Gerade hier ist aber auch Twitter sehr interessant, indem man am Rande mitverfolgt, was andere Menschen so treiben, kann man auch auf alle möglichen Überraschenden Themen stossen. Nichts gegen das Treffen realer Menschen, aber Internet ist eben manchmal auch ganz nett.

So, eigentlich war ich zu diesem Artikel motiviert, weil ich ein paar Tips und Tricks zu Twitter schreiben wollte, nachdem das Thema heute Abend so viele Interessenten hatte. Nun ist der Blogeintrag aber schon wieder so lang, dass ich die Twitter-Tips verschiebe. Die kann ich mir hoffentlich auch länger merken, während die Eindrücke von der Socialbar möglicherweise verblassen werden. Ich freue mich aber schon auf die nächste Socialbar, hoffentlich dauert es nicht so lange. Die Organisatoren riefen auch ausdrücklich dazu auf, selbst Socialbars zu organisieren, mal sehen.

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Ärger mit dem Ostseeticket nach Usedom

Von der Bahn gibt es derzeit als Spezialangebot das “Ostseeticket”, mit dem man zu zweit für 69€ an die Ostsee und zurück fahren kann. Auf der aktuellen Webseite der Bahn (Stand 24.10.2008) steht zum Fahrtziel Usedom:

Fahrkarten nach Usedom können online leider nicht erworben werden. Für Reisen zu Bahnhöfen auf der Insel Usedom wählen Sie bitte Züssow als Zielbahnhof. Ihr Online-Ticket gilt dann auch in den Zügen der UBB sowie im Usedom-Express.

Im Nachhinein ist uns klar, dass dies wirklich nur das ONLINE-Ticket betrifft, nicht etwa Tickets, die am Automaten oder am Bahnschalter erworben werden, doch zunächst mal sind wir diese Woche hereingefallen. Wir hatten uns Online informiert, das Ticket dann aber doch am Automaten gekauft, da wir uns noch nicht sicher waren, wann wir genau zurückfahren wollten. Ohne weiter darüber nachzudenken, zogen wir dann auf dem Bahnsteig ein Ostseeticket nach Züssow. In der Bahn auf Usedom (UBB, Usedomer BummelBahn) wurde uns dann eröffnet, dass wir das Ticket bis zu unserem Endbahnhof buchen hätten müssen, und es daher nicht gilt. Die nachzulösenden Tickets schlugen nochmal mit 16€ pro Strecke zu buche (d.h. insgesamt 32€ für Hin- und Rückfahrt).

Ich war zunächst kooperativ, da die Schaffnerin ja auch nichts dafür konnte, wollte aber zumindest eine schriftliche Bestätigung, dass wir das Ostseeticket bis Züssow dabei hatten, um das Geld evtl. von der DB zurückfordern zu können (das Ostseeticket kostet immer das gleiche, egal ob bis Züssow oder bis zu unserem Endbahnhof, wir fühlten uns daher nicht als Schwarzfahrer). Auf diese Forderung hin wurde die Schaffnerin aber sehr unfreundlich und ungeduldig, es eskalierte so weit, dass sie tatsächlich die Polizei rief (mit potenziell 120€ Strafkosten für uns). Netterweise zog die Polizei uns nicht schon vor Erreichen unserers Fahrzieles aus dem Zug, sondern empfing uns an unserem Zielbahnhof. Glücklicherweise liess sich dort alles schnell Regeln. Wir kauften der Schaffnerin im Beisein des sehr freundlichen Polizisten doch noch schnell ein Ticket ab, und der Polizist unterschrieb auf unserem Ostseeticket, dass wir es tatsächlich dabei gehabt hatten – mehr wollten wir ja erstmal gar nicht.

Dem Polizisten waren ähnliche Fälle schon zu Ohren gekommen, und in unserem Zug (zirka 2 Wagons gross) sass sogar noch ein anderes Pärchen mit dem selben Problem, dass allerdings klaglos die 16€ gezahlt hatte. Insgesamt haben wir mitbekommen, dass dieses Missverständnis sehr häufig vorkommt, daher wollte ich es in meinem Blog erwähnen. Vielleicht kann ich so ja den ein oder anderen Ostseereisenden warnen.

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Twitter

Dieser Artikel ruhte jetzt lange Zeit in meinem Entwürfe-Verzeichnis. Momentan hat meine Begeisterung für Twitter aufgrund der ständigen technischen Probleme etwas gelegt, aber mit halbem Ohr verfolge ich die Tweets weiterhin.. Aufgrund der langen Funkstille in meinem Blog wollte ich den Artikel aber doch mal “posten”… Ausserdem habe ich auch noch keine Alternative zu Twitter gefunden.

“Ich sitze gerade auf dem Klo” – so oder ähnlich habe ich mir die Konversationen auf Twitter immer vorgestellt. Das Konzept erschien mir einfach nur dämlich: man kann kurze Nachrichten (maximal 140 Zeichen) schreiben, die dann per Handy an alle Freunde und Bekannte die man hat weitergeleitet werden. Lange Zeit waren die Twitter-User für mich insgeheim “Twits” (Dummköpfe). Was soll man in 140 Zeichen schon intelligentes schreiben? Inzwischen habe ich gelernt, dass Twitter “Gezwitscher” heisst, immerhin eine schöne neue englische Vokabel für mich.

Langer Einleitung kurzer Sinn, den Twitter-Hype habe ich erstmal komplett verpasst. Inzwischen finde ich das ganze aber doch sehr interessant. Leider scheint der Dienst ausserhalb des Sillicon Valley immer noch relativ unbekannt, so dass bislang fast keiner meiner Freunde Twitter nutzt. Da es zusammen mit Freunden viel interessanter wird, soll dieser Artikel eine kleine Übersicht über Twitter sein, in der Hoffnung, doch noch den ein oder anderen Leser zu assimilieren.

Das Grundprinzip

Twitter funktioniert sehr einfach: man legt einen Account an, sucht sich Leute, denen man “folgen” (follow) will, und andere, die einem selber folgen. Von da an sehen alle Anhänger die man hat das was man schreibt (jeweils maximal 140 Zeichen), und man selber sieht alles was die Leute schreiben, denen man selber folgt, in einer einfachen chronologischen Liste. Dazu gibt es die Möglichkeit, private Nachrichten zu schicken und sich auf die Nachrichten anderer zu beziehen (dies wird durch das “@” vor dem Namen ausgedrückt, daher werden Twitter-Accounts meist in der Form @soundso geschrieben).

Im Gegensatz zu meinen Erwartungen spielt es sich aber nicht hauptsächlich über Handy und SMS ab. Man kann optional Nachrichten per SMS schreiben, und sich optional die Nachrichten der Leute denen man folgt per SMS schicken lassen. Häufiger wird aber ein externer Client für den Desktop benutzt (z.B. Twhirl oder Twitterific) oder einfach direkt die Webseite. Das ist meistens auch viel nützlicher, denn in den 140 Zeichen lassen sich auch Links unterbringen, so dass man viele interessante Webseiten über Twitter entdecken kann.

Anwendungsfälle

Mit dem einfachen Prinzip lässt sich erstaunlich viel Anfangen:

Was machen Freunde und Bekannte

In der heutigen Zeit sieht man manche Freunde viel zu selten. Ich habe festgestellt, dass selbst scheinbar triviale Nachrichten wie “Ich treffe mich in der Bar xyz” helfen können, seine Freunde nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Sehr nützlich ist das auch bei neuen Bekanntschaften etwa von Tagungen und Konferenzen, die man noch gar nicht so gut kennt, dass man ohne Twitter besonders intensiv in Kontakt geblieben wäre.

Theoretisch ginge das auch mit Blogs, aber der Vorteil von Twitter ist gerade die Kürze und das Informelle. Bei einem Blogartikel neigt man zu längeren Überlegen und herumfeilen und schreibt im Zweifelsfall eher nichts, während Twitter dazu einlädt, auch alltägliches zu schreiben. In 140 Zeichen kann man auch nicht so viel falsch machen.

Organisation von Gruppenunternehmungen

Den Fall hatte ich noch nicht, aber das Beispiel “Treffen in Bar xyz” zeigt auch, dass man sich per Twitter gut für den Abend verabreden könnte. Sehr nützlich ist es aber z.B. bei Konferenzen, wenn man schnell mitbekommen kann, welche Vorträge sich die anderen gerade anhören, oder ob sie gerade unterwegs zum Mittagessen sind.

Früher gab es bei Twitter das Feature “With Others”, klickte man auf diesen Button in einem Userprofil, sah man die Nachrichten aller Leute, denen dieser User folgte. Da für Konferenzen wie z.B. Barcamps eigene Twitter-Accounts angelegt werden, konnte man über diesen Account auf einen Blick sehen, was alle Teilnehmer der Konferenz gerade machen. Derzeit ist “With Others” deaktiviert, ich hoffe aber, dass Twitter die Funktion wieder aktivieren wird.

Werbung

Einige User haben so viele Anhänger, dass Twitter sich kommerziell zu lohnen scheint. Z.B. @TechCrunch oder @guykawasaki haben jeweils 5-Stellige Anhängerzahlen, so dass sie für jeden geposteten Link schnell sehr viel Traffic erzeugen können. Auch virales Marketing kann über Twitter funktionieren, wie etwas das Beispiel von Betacamper zeigt (irgendwo in der Mitte des langen Posts…).

Individualisierte Nachrichten

Theoretisch kann man sich mit Twitter einen individualisierten Nachrichtenstrom zusammenstellen. Allerdings sind die Bordmittel von Twitter dazu eventuell noch etwas zu einfach. Eventuell helfen Tools für Twitter weiter, oder es wird einen besseren Nachfolger von Twitter geben.

Bots

Dank der Twitter-API gibt es diverse Roboter, die Twitter-Services anbieten. In der einfachsten Form spiegeln diese einfach nur News-Feeds auf Twitter wieder, oder schicken täglich eine aufmunternde mail. Dazu kann ich als Beispiel meinen eigenen @Mondkalender-Bot aufführen, der täglich den Mondstand twittert. Weitere Beispiele finden sich im Twitter-Fan-Wiki.

Interessant sind auch die interaktiven Robotor: @timer schickt zum Beispiel Erinnerungen, @reviews sammelt Kurzbewertungen und veröffentlicht sie auf einer Webseite. Gerade Ideen wie letztere Begeistern mich, zugegebenermassen mangelt es aber derzeit noch an Teilnehmern.

Künstlerische Auswerwertung des Gezwitschers

Weitere netter Beispiele für Applikationen, die auf Twitter aufbauen: TwitterVision und Twistori.

News-Feeds

Viele Anwender nutzen Twitter schon als Ersatz für einen Feed-Reader (Feed-Reader sind ein Hilfsmittel, um Blogs zu abonnieren). Zum einen twittern viele Blogs von sich aus, sobald ein neuer Artikel im Blog geschrieben wurde (z.B. mithilfe des Dienstes “Twitterfeed”, der aber nur mässig funktioniert, oder gleich mithilfe von Plugins für die Blog-Engine), oder man konfiguriert sich einen Bot, der den Feed “retweetet”. Meine Lieblings-News-Seite Hacker News” wird gleich von mehreren Leuten auf Twitter gespiegelt, z.B. unter @newsycombinator.Ich vermute, dass hier auch eine grosse Zukunft von Twitter liegen wird. Vielleicht nicht Twitter selber, aber ein Nachfolger – jedenfalls ist das Konzept, News-Feeds auf diese Weise zu lesen, wirklich ziemlich praktisch. Bei Twitter kommt eben alles in einem Stream, während ich bei meinem Feed-Reader Sage jedes Blog einzeln anklicken muss, sobald es etwas neues gibt.

Gleichzeit sind die Twitter-Nachrichten auch wieder als News-Feed erhältlich. Ich denke, beim Filtern und weiterleiten von Feeds wird sich noch einiges tun, und viele Inspirationen dafür werden von Twitter stammen.

Freunde finden

Ein grosses Problem ist den Anfang bei Twitter zu finden. Ohne Zuhörer kommt man sich beim Twittern etwas verloren vor, und ohne Leuten denen man zuhört, wird man auch nur wenige Inspirationen über Twitter beziehen. Wie schon erwähnt hat sich bislang eigentlich keiner meiner engeren Freunde für Twitter entschieden, lediglich @schildbach (Andreas) Twittert inzwischen ab und zu. Nach wie vor würde ich mich freuen, wenn noch der ein oder andere dazustossen würde.

Von daher habe ich Anfangs verzweifelt versucht, wenigstens ein minimales Netzwerk zusammenzubekommen. Ein guter Anfang war das Barcamp Leipzig, auf dem sich von vorneherein Web-versierte Leute treffen, so dass viele von ihnen Twittern – schon alleine, um keinen Trend zu verpassen (war auch für mich der Grund, damit anzufangen). Desweiteren habe ich bei allen sozialen Netzwerken bei denen ich Mitglied bin meine Twitter-ID veröffentlicht (im wesentlichen Hacker News und Xing). Bei Xing gibt es auch mindestens eine Gruppe zu Twitter, über die ebenfalls ein paar Kontakte zustande kamen.

Eine weitere Möglichkeit, etwas “Traffic” abzuhören, sind bekannte Persönlichkeiten (vor allem aus der Internet-Startup-Szene), die regelmässig auf Twitter schreiben. Guy Kawasaki’s seltsamer neuer Webdienst twitter.alltop.com listet einige von ihnen auf, andere findet man nach und nach. Hier die Berühmtheiten denen ich folge oder folgte:

  • Guy Kawaski – ein ehemaliger Apple-Evangelist der jetzt Venturekapitalgeber und Autor mehrerer inspirierender Bücher über Startups ist (z.B. The Art of the Start oder Rules for Revolutionaries). Ich bin ein Fan von ihm, nachdem er mir persönlich auf eine Beschwerde-Email geantwortet hat. Auch bei direkten Tweets an ihn kann man auf eine Antwort hoffen. Leider musste ich seine Tweets aber “un-followen”, da es doch meistens Werbung für seine aktuellen Startups ist und zu viel wurde.
  • Veronica Belomt – Vermutlich eines der bekanntesten “Geek-Girls”. Bekannt wurde sie durch eine Web-Video-Show Namens “Daily Mahalo”, wohl am ehesten mit dem deutschen Ehrensenf zu vergleichen.
  • Tim O’Reilly – Der Herausgeber einer der bekanntesten Reihe von Computerbüchern. Bewegt sich anscheinend mitten im Geschehen des Internet-Fortschritts und schreibt immer wieder lesenswertes.

  • Robert Scoble – Wohl einer der fleissigsten Tech-Blogger überhaupt, überall dabei.
  • Dave Heinmeier Hanson (“DHH”) – Mitbegründer von 37signals und Erfinder von Ruby On Rails.
  • Blaine Cook – Soweit ich weiss der Erfinder von Twitter, damit zugleich einer der bekanntesten Rails-Entwickler.
  • MarsPhoenix – keine echte Person, sondern ein Beispiel für Marketing über Twitter: NASA berichtet über Neuigkeiten aus der Phönix-Marslander-Mission aus der Perspektive des Landers.
  • Jimbo Wales – Erfinder der Wikipedia
  • Leah Culver – Bekannt, da Sie eine der wenigen weiblichen Startup-Gründerinnen in der Web 2.0-Welt ist. Ihr Startup “Pownce” ist eine Konkurrenz zu Twitter.
  • Ze Frank – Internet Entertainer? Seitdem er 2001 durch ein Spassvideo überraschend zum Internet-Star wurde, scheint er so eine Art Entertainer zu sein, der immer wieder interessante Sachen macht.
  • Steven Levy – Journalist und Autor, viele seine Bücher sind Kult unter Hackern. Mich hat Artificial Life sehr beeindruckt, ein Bericht über die Geschichte und Fortschritte im Forschungsgebiet “Künstliches Leben”. Wer mich kennt weiss, dass ich immer schon in diesem Bereich arbeiten wollte, und dieses Buch war sicher ein grosser Faktor dabei. Auch Hackers: Heroes of the Computer Revolution ist sehr bekannt, ich habe es aber noch nicht gelesen (TODO).

Und so weiter

Es gäbe noch viel zu schreiben, aber mir geht die Zeit aus. Wichtig wäre wohl vor allem, mit welchen “Clients” man auf Twitter zugreifen kann, denn alleine über das Webinterface macht es nicht allzuviel Spass. Ich nutze in der Arbeit Twhirl, das auf Adobe Air aufsetzt. Für Linux habe ich das noch nicht ausprobiert, da Air bislang nur als Alpha-Version für Linux verfügbar war. Leider gibt es keinen wirklich empfehlenswerten Client für Linux, der mir bekannt wäre. Aus Zeitmangel muss ich auf das Twitter-Fan-Wiki verweisen, in dem die meisten Clients und auch sonstige Twitter-Anwendungen und Besonderheiten aufgelistet werden.

Fazit

Probiert es doch einfach mal eine Weile lang aus. Mich findet ihr bei Twitter unter @Fractality. See you on Twitter!

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Allgemeinarztpraxis meines Vaters zu verkaufen

Mein Vater sucht jemanden, der seine Allgemeinarztpraxis in Roth bei Nürnberg übernimmt. Falls zufällig jemand einen möglichen Interessenten kennt, bitte melden.

Ich habe eine einfache Webseite mit mehr Details dazu unter http://norbertguenzel.de eingerichtet.

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Astrologischer Mondkalender per Twitter und SMS

Seit langem habe ich mal wieder ein neues Feature für meine Mondkalender-Seite Mondhandy.de programmiert. Zum einen gibt es News-Feeds für den täglichen Mondkalender, zum anderen wird der tägliche Mondstand mit den Tagesempfehlungen unter @mondkalender bei Twitter getwittert.

Damit bietet gibt es auch eine Möglichkeit, die täglichen Empfehlungen des Mondkalenders per SMS auf das Handy zu erhalten: Twitter schickt bis zu 250 SMS pro Monat kostenlos an ein Handy das man registriert. Wer interesse hat kann sich also einen Twitter-Account zulegen, @mondkalender “followen” (d.h. die Updates per Twitter verfolgen), und sein Handy für SMS-Empfang bei Twitter konfigurieren. Der Mondkalender verbraucht meistens 1-2 Nachrichten pro Tag.

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